Österreich und seine Ausflugsziele: was sich wirklich lohnt
Österreich ist auf kleiner Fläche erstaunlich vielfältig. Zwischen dem Bodensee im Westen und dem Neusiedler See im Osten liegen keine 600 Kilometer, landschaftlich aber mehrere Welten.
Wie sich das Land gliedert
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Dazwischen liegen die Hügellandschaften der Steiermark und Niederösterreichs, die landschaftlich oft unterschätzt werden.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Was in den Rucksack gehört
Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung. Eine Übersicht dazu gibt es unter https://znaki.fm/at-de/places/.
Die europaweite Notrufnummer 112 funktioniert auch ohne Empfang des eigenen Netzes, sofern irgendein Netz erreichbar ist.
Regeln in Nationalparks
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen.
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab. Andere Beiträge zu österreichischen Themen gibt es auf dieser Seite.
- September bietet oft das beste Verhältnis aus Wetter und Andrang
- Frühsommer ist ideal für Wasserfälle
- November eignet sich für Städte
- Im Winter sind viele Naturziele nicht zugänglich
Budget für einen Tag im Gelände
Wer außerhalb der Hauptsaison unterwegs ist, zahlt bei Unterkünften deutlich weniger, hat dafür ein eingeschränktes Angebot.
Gästekarten der Unterkünfte enthalten in vielen Regionen freie Fahrten und Ermäßigungen. Sie werden oft nicht aktiv angeboten.
Abseits der Hauptrouten
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Die bekannten Ziele sind bekannt, weil sie leicht erreichbar und gut vermarktet sind. Das sagt wenig darüber aus, ob sie die interessantesten sind.
Winterliche Ausflugsziele
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.
Familienfreundliche Ausflüge
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
Die Landeshauptstädte im Vergleich
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Museen haben in der Regel einen Schließtag pro Woche, häufig Montag. Ein Blick auf die Öffnungszeiten spart eine vergebliche Anreise.
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Wandern in den österreichischen Alpen
Die Markierung sagt etwas über die Schwierigkeit aus: Blau steht für leichte, Rot für mittlere und Schwarz für anspruchsvolle Wege.
Der Großteil des Landes ist gebirgig. Wanderwege sind dicht markiert und über ein einheitliches System aus Farben und Nummern gekennzeichnet.
Tourismusverbände der Regionen führen eigene Verzeichnisse, die vollständiger sind als überregionale Übersichten.
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
Wasser, Fels und Steganlagen
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.
Ein Fazit zur Planung
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Burgen, Klöster und Kulturorte
Burgruinen gibt es in fast jeder Region. Viele sind frei zugänglich, andere werden von Vereinen betreut und haben eingeschränkte Öffnungszeiten.
Klöster betreiben häufig eigene Gärten, Bibliotheken oder Gaststätten. Führungen finden zu festen Zeiten statt und sind meist nicht spontan buchbar.
Die Seenlandschaften des Landes
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Die Jahreszeiten und ihre Ziele
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Kann man in Bergseen baden?
Grundsätzlich ja, die Temperaturen laden aber selten dazu ein. Manche Seen sind zudem aus Schutzgründen für das Baden gesperrt.
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.

